Augen-Target

Persönliche Erfahrungen

Zwar mache ich sehr viele Spielereien mit meinen Pferden, aber ich versuche auch immer wieder Dinge zu üben, die das gemeinsame Leben erleichtern. So habe ich das Medical-Training, das man eigentlich eher von Zootieren kennt, für uns entdeckt. 

Zum Beispiel lässt sich Atli, ungern am  Kopf anfassen. Sicher duldet er die Hand im Gesicht, wenn man ihm am Halfter fasst, schließlich ist er ja gut erzogen, aber es stresst ihn halt sehr und das muss ja nicht sein. Gottseidank hatte er noch nie eine Verletzung im Gesicht (klopf auf Holz). Aber nach unserem Jahr der Krankheiten, das ist eine andere (viel zu lange) Geschichte ist es wohl besser, auf alles vorbereitet zu sein.

Meine Trainingsidee

Zielsetzung:

Das Pferd soll auf Kommando sein Auge an die Hand des Trainers halten.

Kommando:

„Auge“

Signal:

Die Hand wird hingehalten.

Startpunkt:

Das Pferd steht frei neben einem. Ich lege meine Hand rund um die Augenpartie und clicke, wenn das Pferd dies zulässt.

Lernprozess
  • Das Pferd steht neben einem und bekommt jedes Mal einen Klick, wenn es zulässt, das ich meine Hand sich seinem Auge nähert.
  • Ich halte die Hand, einige Millimeter neben das Auge  und wenn das Pferd auch nur zufällig mit der Augenpartie meine Hand berührt, dann gibt es einen „Click“.
  • Ich versuche  vorsichtig die Augenlider oben zu berühren – lässt das Pferd dies zu Click.
  • Ich ersuche die Augenlider unten zu berühren.
  • Die Hand wird neben den Kopf gehalten, das Pferd soll die  Augenpartie in die Hand des Reiters legen und die Berührung von den Augenlidern dulden.
  • Pferd duldet, das man die Augenlider nach oben und unten zieht und so die Schleimhäute kontrolliert.

Außerdem ist der Augen-Target, eine wunderbare Übung, wenn man gerade auf dem Reitplatz im Schlamm versinkt und eigentlich auch sonst nicht wirklich vor die Türe möchte. 🙂 Aber seht selbst…   

Wie Ihr bestimmt erkennt, drückt Atli im Moment seinen Kopf sehr kurz, dafür aber relativ heftig gegen meine Hand. Die nächste Anforderung wäre daher, das er seinen Kopf länger an meine Hand hält. Danach würde ich daran arbeiten, das die Bewegung insgesamt ruhiger wird. Schließlich will ich ja keine Medikamente in sein Auge schiessen müssen.

Mein Endziel wäre, das man das Augenlid nach oben und unten ziehen und so Augen und Schleimhäute kontrollieren kann. Schleimhäute sollte man auch beim gesunden Pferd immer mal wieder kontrollieren, damit man im Krankheitsfall Veränderungen bemerkt.

Wenn man es noch weiter treiben möchte, kann man auch kleine, leere Gefässe in der Hand halten um eine Medikamentengabe zu simulieren. Hier sollte man aber Vorsicht walten lassen, nicht das man Bakterien in das Auge einbringt und so eine Entzündung provoziert. (Das wäre doch ein bisschen zu viel Training. 🙂

So jetzt geh ich weiter üben…

2 Gedanken zu „Augen-Target

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