Entspannungsquadrat

Clickern, Entspannung und Emotionen

Der Marlitt-Wendt-Kurs am Wochenende war wirklich ganz wunderbar. Ich bin immer noch ganz erschlagen oder neudeutsch „geflasht“ von den  vielen, neuen Anregungen. Ich glaub ich muss mal aufschreiben, was wir alles angefangen haben zu üben, damit  nicht hinterher noch die wichtigen, gymnastizierenden Sachen zu Hause unter die Räder kommen.

  • Körpertarget vorne und hinten
  • Gewichtsverlagerung nach hinten ( wenn wir noch 20 Jahre miteinander Zeit haben, soll daraus vielleicht noch mal ein Schulhalt werden)
  • gelockte Seitengängen (Kruppeherein)
  • Freies Antraben durch mehr Energie und Spannung in meinem ! 😉 Körper
  • Schulterherein im  (im Trab)
  • freies Abwenden zum Pferd hin ( heißt, wenn ich auf ihn zu gehe, möge er mir bitte nach innen ausweichen damit der Spaziergang weiter gehen  kann.😃)

Aber eigentlich sind  die Übungen und damit auch das gesamte Clickertraining nur ein Teil von Marlitt´s Arbeit. Sie stärkt die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch auf ganz vielen, verschiedenen Ebenen. Es überrascht mich immer wieder, wie sich Marlitt´s Achtsamkeit selbst in der stressigen Kurssituation auf mich überträgt.

So schärft sie immer wieder mein Auge, was braucht der gute Atli nach soviel intensiver Konzentrationarbeit ? Möchte er lieber mal traben oder machen wir eine Pause im Entspannungsquadrat mit Fellkraulen.

Dieses Mal hat sie mich an das  „Miteinander Atmen“ herangeführt. Das hört sich sehr esoterisch an, aber in funktionierenden Herden verbringen Pferde sehr viel Zeit damit einfach nur miteinander rumzustehen und zu atmen. Dies ist gerade in Stutenfamilien sehr gut zu beobachten. Probiert man es mal ernsthaft aus, merkt man schnell, wie die Spannung aus dem Pferd weicht und als netter Nebeneffekt wird auch die eigenen Anspannung heruntergefahren. Eine tolle Erfahrung, wenn nach einem anstrengenden, aufregendem  Trainingsmoment, man zusammen wieder runterkommt.

Als Clickermensch mache ich ja  immer gerne Trainingspläne, die ich dann mehr oder weniger brav abarbeite. Aber wenn ich nicht achtsam mit meinem Pony umgehen,  wird es auch beim Clickertraining schnell zum Befehlsempfänger oder noch schlimmer zum nervlichen Frack, weil ja seine eigene  Motivation so hoch ist und er immer ein neues Signal erwartet, bleibt dann Signal und damit auch die Belohnung aus, schiebt das Pferd schnell Frust.

Ich bin so froh Marlitt kennengelernt und bei ihr Unterricht nehmen zu dürfen, weil sie mir diese emotionale Ebene immer mehr bewusst macht. Diese Momente bereichern mich ungemein. Sie stellen eine Verbundenheit und Nähe zu meinen Ponys her, die ich so nicht für möglich gehalten hätte. Dafür liebe Marlitt kann ich gar nicht oft genug Danke sagen !!!

 

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3 Gedanken zu „Clickern, Entspannung und Emotionen

  1. Tanja

    aaaaaahhhhh, ich bin schon so gespannt! Dieses Wochenende ist marlitt ja bei uns in Österreich und ich bin beim Kurs dabei! Zusammenstehen lieben meine beiden total im übrigen – also mit mir gemeinsam. Allerliebste Grüße! <3

  2. Faunii Beitragsautor

    Oh, da wünsch ich Dir viel Spass und grüss Marlitt von mir. Ihr Beiden seid bestimmt auf einer Wellenlänge. 🙂 Atli und ich lassen jetzt erst mal den ganzen Input vom Wochenende sacken und chillen einwenig. Naja, vielleicht bespasse ich auch noch ein bisschen den guten Ljosfari, der ist ja am Wochenende ein bisschen kurz gekommen.
    Viele liebe Grüsse Sabine

  3. Steffi

    Hi, toller Bericht. Hab lachen müssen, als du schriebst, das mit dem gemeinsamen Atmen käme dir noch so schräg vor. Ich find das gar nicht esoterisch oder so… Mütter machen das mit Kindern und selbst meine Katzen atmen mit mir, wenn sie zum Kuscheln auf mir liegen…. Ich find´s jedenfalls toll. LG, Steffi

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