Beine kreuzen

Beine kreuzen…

…. nicht nur für Primaballerinen!

Ich gebe zu, „Beine kreuzen“ reizte mich, seit ich diesen Trick zum ersten Mal 1996 in dem  Buch Pferdeschule von Nathalie Penquitt entdeckt hatte. Mein Pony Skuggi hielt diese Idee, für sagen wir mal vornehm:  nicht umsetzbar. Er meinte einfach, seine Beine wären für Knoten nicht gemacht, ich sollte es mal Yoga probieren, ich würde dann schon ruhiger werden.

Die Herangehensweise, nämlich das Vorderbein hochzunehmen und es dann wieder auf der anderen Seite abzustellen, behagte mir ebenso wenig, wie meinem Pony. So habe ich ihn nach diesem ersten Versuch, auch nie wieder damit belästigt. Heute mit dem Clickertraining, bin ich auf diese Art der Manipulation nicht mehr angewiesen und meine Pferde können selbst entscheiden, ob und wie weit sie die Beine kreuzen möchten und wie man sehen kann, finden sie es eine  lustige Idee.

Meine Trainingsidee

Zielsetzung:

Ich stehe mit gekreuztem Beinen vor dem Pony und der Gute spiegelt meine gekreuzten Beine. Bitte unbedingt von beiden Seiten üben, damit sowohl die Koordination des Pferde, wie auch des Menschen gleichmäßig verbessert. Hab ich schon mal erzählt das ich ein Bewegungslegastheniker bin ? 

Kommando: 

„Kreuz“ – nicht sehr einfallsreich – ich weiss! (seufz)

Signal:

Ich stehe vor dem Pferd und kreuze meine Beine.

Vorbereitung

Als Vorbereitung sind ruhige Schritt-für-Schritt-Hinterhandwendungen sehr praktisch, weil sie die Koordination und Balance sehr gut verbessern.

Besonderheit

Pferde mit breiter Brust und kurzen Beinen tun sich naturgemäss, etwas schwerer mit dieser Übung und sollten gut vorbereitet sein und bitte am Anfang nicht zuviel verlangen!

Vorsicht!

Ängstliche Pferde können erschrecken, wenn sie merken, dass ihre Beine sich blockieren! Also immer schön Sicherheitsabstand einhalten.

Startpunkt:

Ich stehe neben dem Pferd und mache einen seitlichen Schritt auf das Pferd zu und kreuze dabei meine Beine überdeutlich 🙂 Dieses erste Video ist aus dem vergangenen Jahr und man sieht das ich zwischendurch meine Hand auf Atli´s Schulter lege um ihm zu verdeutlichen, was ich möchte. Heute würde ich diesen „Druck“ weglassen und dem Dicken zutrauen, alleine auf die richtige Lösung zu kommen. 

Wie Ihr auf dem Video ausserdem sehr gut erkennen,  könnt ist die Futterposition oft ziemlich miserabel.  🙂
Ich müsste ihm das Futter dort geben, wo ich seinen Kopf haben möchte und nicht an der Futtertasche, wo er es sich abholen möchte, aber naja wir versuchen uns zu bessern, ehrlich.

Aber ansonsten ist dies für den 1. Versuch finde ich eigentlich schon ganz schön.

Da diese Übung anscheinend nicht so anstrengend ist, wie ich vorher gedacht habe, benutzen meine Ponys, sie sehr gerne zum Betteln. Frei nach dem Motto: „Schau mal was ich kann!“ 🙂 Mangelnde Signalkontrolle nennt das die Fachmannfrau!

Deshalb bestätige ich jetzt nicht mehr nur das „Beine kreuzen“ sondern auch die „Nullposition und das warten auf das Signal.

 

Weitere Punkte, die wir nur „abarbeiten“ müssen:

  • Es muss selbstverständlicher werden, das ich vor dem Pferd stehe und das Signal zum „Beine kreuzen“ gebe.
  • Die Zeitspanne in der die Beine gekreuzt bleiben, möchte ich verlängern.
  • Die Beine sollen noch weiter gekreuzt werden.

 Es gibt also noch so einiges zu tun – packen wir es an ! 🙂

 

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