Agility-Kurs mit Nina Steigerwald

Agility-Kurs in Bad Honnef

Es war wirklich ein traumhaftes Wochenende! Barbara hatte für unseren Agility-Kurs mit Nina Steigerwald ein super Wetter organisiert und der Troll-Hof war wirklich ein perfekter Gastgeber. Neben Atli und mir  waren noch drei weitere Isländer und ein Tinker mit von der Partie. So gab es auch für die zahlreichen Zuschauer viel zu sehen und wir hatten ein sehr fröhliches und lehrreiches Wochenende.

Mit Atli wollte ich gleich mehrere Baustellen angehen. Einmal hatte ich natürlich unsere Kufen-Wippe mitgebracht, weil Atli mir zu Hause relativ deutlich signalisiert hatte, das dieses Ding ihm eine Heidenangst einjagt. Also kam mir der Gedanke, bevor uns eine blöde Sache passiert und ich den armen Angsthasen komplett verschrecke, nehmen wir Ninas fachmännische Hilfe in Anspruch und versuchen es gleich von Anfang an richtig zu machen . 🙂

Wippe-Agility

Atli auf der Wippe – leider immer noch ein wenig mit Angst behaftet.

Agility-Kurs mit Nina Steigerwald

Isländer Idni auf der Kufenwippe.

Schon bei der ersten Einheit stellte sich heraus, das dies die richtige Entscheidung gewesen war. Das kleine Schwarze stellte mit seiner Paranoia  vor Matten und Geitner-Gassen und anderen praktischen Dingen mit denen man eine Wippe unterpolstern kann auch Ninas Einfallsreichtum auf eine harte Probe. 🙂 Kaum hatten wir die richtige Polsterung gefunden, war er sehr tapfer und hat trotz all der für ihn „gruseligen“ Dinge sehr gut mitgemacht.
Es war  wirklich super spannend, wie die verschiedenen Pferde auf die Wippen reagieren, manche sind ganz cool und finden es toll, auf einmal so gross zu sein. Für uns Menschen ist immer wieder unglaublich zu sehen, wie die Bauchmuskeln, bei einer solch kleinen Bewegung arbeiten müssen und wie sich auf einmal der Rücken anhebt, einfach Wahnsinn! Wie gesagt Atli, kann das noch nicht ganz so vormachen. Er ist immer noch skeptisch, ob wir ihn nicht vielleicht doch über die Planke gehen lassen, (deswegen muss ich wohl auch immer vorgehen) :-)#

Aber ich hatte natürlich noch mehr Dinge auf dem Zettel, bei denen ich Nina´s Rat brauchte. So hatte mir meine Reitlehrerin Andrea Lipp ein sogenanntes „intergalaktischen“ Trainingsziel eingebrockt. Piaffe, meinte sie neulich  „würde dem Pony bestimmt guttun“. Jaja, wenn wir den gemeinsamen Herzinfarkt abwenden können. 🙂 Aber Spass beiseite, das beste Rappenpony von allen hebt rechts schon sehr gut den Fuss. Beim linken Bein fehlte ein bisschen die Promptheit und auf beiden Beinen beugt das Pony nicht genug das Becken. Da lag die  Idee mit einem Knietarget (was für das arme Pony Kniebeugen bedeutet) natürlich nah um Atli ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Außerdem soll das Bein natürlich nicht nach hinten raus abgestellt werden, ja wie soll ich sagen, da warten wohl noch einige Kriterien auf uns. Aber das Pony hat super gut mitgemacht und ich war mit unserem „Teilzeit-Ergebnis“ sehr zufrieden. Aber es ist schon schwierig, eine Übung in soviele Einzelteile zu zerlegen und sie dann nacheinander zu üben. Aber wer es einfach haben will, darf halt nicht anfangen zu clickern. Aber wir sind schon ein ganzes Stück weiter gekommen, nur an der Signalkontrolle müssen wir bis nächste Woche noch ein bisschen arbeiten, nicht das der Hufschmied streikt.  😉

Neben den Agility-Geräten gab es aber auch ganz viele andere spannende Dinge zu üben. So haben wir zum Ausspannen, (also damit das Pony ausspannen konnte) noch ein bisschen Gassentraining gemacht. Wobei mir spontan wieder einfiel, warum ich Agility mit meinen Hunden doch wieder aufgegeben habe. Ich bin scheinbar ein Bewegungslegastheniker. Gottseidank ist Atli (noch) nicht so schnell wie meine Aussies und so hatte ich ein bisschen mehr Zeit mich zu koordinieren.

Agility-Uhr

Nina trainiert mit Dino Höflichkeit anhand der „Uhr“

Aber auch bei den anderen Paare hatten noch Baustellen ausserhalb des Agilityparcours und so wurde eifrig die von Nina entwickelte „Höflichkeits“ Uhr geübt. Ich bin ja schon bei letzten Kurs dran verzweifelt und übe noch mal zu Hause in aller Stille ein bisschen 🙂 (wenn ihr Glück habt, lasse ich die Videokamera laufen. )

 

Blauspray-training

Das Gerappel einer Wundspray-Dose löst bei Frieda Panik aus.

Super spannend fand ich das Medical Training von Wibke mit  ihrer Stute Frieda. Die hübsche Fuchsstute ist eigentlich ein Fels in der Brandung, aber wenn der Tierarzt mit einer Wundspray-Dose rappelt, gerät die Stute wirklich in Panik und rennt alles über den Haufen, was sich ihr in den Weg stellt. Selten habe ich so eine extreme Reaktion auf ein so kleines Geräusch gesehen. Umso spannender, wie man der Panik mit dem Clicker zu Leibe . Als erstes wurde Wibke mit der schlimmen Dose in eine Ecke des Reitplatzes plaziert und Frieda und Nina gingen in die entgegengesetzte. Jedesmal, wenn das Dosengerappel Frieda nicht erschütterte, wurde geclickt. Trotz dieser grossen Entfernung war der Stute ihr Unbehagen deutlich anzumerken. Zwar konnte Wibke sich bis zur Bahnmitte vorarbeiten, dann war aber  eindeutig Schluss mit Frieda´s Seelenfrieden. Da kam Nina auf die Idee ein Kooperationsignal einzuführen. das heisst die Stute sollte den Kopf senken, dann ertönte das Geräusch und blieb Frieda trotzdem ruhig, gab es Click und Keks. Sehr bald hatte Frieda raus, das sie den das Dosengerappel auslöste und dann eben auch den Click. so konnte sich Wibke mit dem „todbringenden“ Dose bis auf 6 Meter annähern, das war zu Beginn des Trainings noch nicht dran zu denken gewesen. Durch das Mitspracherecht war Frieda in der Lage das schreckliche Geräusch zu ertragen. Ich bin immer wieder überrascht, was für ein mächtiges Werkzeug der Clicker darstellt.

Agility-Kurs mit Nina Steigerwald i

Birthe und Dino üben Achten laufen !

Dann haben sowohl Wibke mit Frieda wie auch Birthe mit Dino Achten laufen geübt. Bei dieser Übung muss der Trainer sehr genau wissen, wo er steht, wo er clickt und wo er füttert. Es war super spannend zu sehen, wie schnell man eine doch sehr schwierige Übung erarbeiten kann, wenn man eine gute Anleitung  – und keinen Knoten in den Beinen hat. 🙂 Wenn ich die ersten 100 Trockenläufe hinter mir habe, ein halbes Jahr mit den Hunden geübt habe, werde ich es auch mal mit den Pferden probieren 🙂

Sollte nächstes Jahr wieder ein Agility-Kurs stattfinden, wir sind auf jeden Fall dabei! 🙂

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2 Gedanken zu „Agility-Kurs in Bad Honnef

    1. Sabine Beitragsautor

      Danke Evy, es war auch wirklich ein spannendes Wochenende! Nina hat so viele kreative Ideen, wenn es darum geht Mensch und Tier zu fördern! Ich lerne wirklich super gerne von ihr.

Kommentare sind geschlossen.