Schlagwort-Archive: Signalkontrolle

Hilfe, mein Pferd braucht einen Beipackzettel!

… zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Trainer Ihrer Wahl!

Wie ihr ja vielleicht wisst, bin ich ein eher spontaner Mensch. Pläne für mich und mein Pferd erstelle ich nur selten und ich will gar nicht zählen, wie oft ich den mühsam erstellten Plan umwerfe und mich auf mein Gefühl verlasse. Versteht mich nicht falsch, die innere Stimme ist bei der Pferdeausbildung sehr wichtig. Oft sagt sie uns: Mach es leichter, hör auf, sei nicht so verbissen und dann ist es richtig auf sein Gefühl zu hören.

Doch mit zunehmendem Alter stelle ich fest, das mich meine „Planlosigkeit“ manchmal auch ganz schön ausbremst.

Wir verlangen viele unterschiedliche Dinge von unserem Pferd. Das moderne Pferd von heute soll spanischen Schritt gehen;  auf Fingerzeig ins Kompliment und Hufe geben wäre natürlich auch schön. Jeder Hufschmied kennt mindestens ein „Zirkuspferd“, was sich beim Hufe hochheben ins Kompliment oder auf die Knie wirft.

sehne-abtastenEin Beispiel, meine Pferde geben alle völlig problemlos die Hufe: Ich fange auf der linken Seite an sage „Huf“ und schon fliegt mir Alti´s Huf um die Ohren. Ich geh weiter nach hinten und schon hebt das besten Pony von allen, reihum ohne weitere Aufforderung, alle Hufe. Das ist toll, wenn man noch mal eben vorm Ausritt die Hufe auskratzen möchte. Als das  Pony  jedoch eine Sehnenverletzung hatte, wäre es ungeheuer praktisch gewesen, wenn das entsprechende Bein auch mal auf dem Boden stehengeblieben wäre 🙂  und man die Sehnen unbeschadet hätte abtasten könnte. Konnte man bei Atli aber nur, wenn man ein anderes Bein hochhob, das war  ausgesprochen lästig, zumal man vielleicht als Laie auch mal gesundes Gliedmaße mit krankem Bein vergleichen möchte. Als ich in der Situation steckte, habe ich überhaupt keine Gedanken daran verschwendet, dieses Dilemma mal zu beseitigen, sondern ging mit der Situation um so gut es eben ging.  Im Nachhinein kann ich nur den Kopf schütteln. Gestern habe ich dem Pony innerhalb von 10 Minuten dem Pony den Unterschied zwischen
a.) ich möchte das Du deinen Huf anhebst und
b.) ich möchte dein Bein abtasten,

Ja, das Leben kann so einfach sein! 🙂

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Nullposition und Signalkontrolle

Meinen Urlaub habe ich natürlich auch zum Lesen genutzt, so war auch der Clickerkurs von Babette Teichen und Tannia Konnerth, mit von der Partie . Ich bin leider noch nicht ganz durch, dafür konnten wir dann doch noch  zuviel Skifahren.  🙂 Bisher kann ich aber sagen, der Clickerkurs ist perfekt für jeden, der sich überlegt, ob er mit dem Clickern anfangen möchte.  Eine genaue Buchbesprechung gibt es später! 

In diesem Buch gibt es auch einen wunderbaren Abschnitt über die Signalkontrolle. Man unterscheidet, ja zwischen der aktiven und der passiven Signalkontrolle. Mit der aktiven (das ist, wenn das Pony auf ein Signal hin eine Übung ausführt) bin ich bei meinen Pferden eigentlich ganz zufrieden.  Nur an der passiven (das heisst, das Pony führt die Übung ohne Signal nicht aus) hakt es oft ein bisschen. Allzu gerne bieten die Beiden mir  immer wieder ihre Lieblingslektionen an. 🙂

Zwar habe ich immer wieder ruhiges Stehen geübt, schließlich will man ja die Grundausbildung nicht vernachlässigen – was ich aber bisher noch nicht so konsequent geclickt habe, ist die Nullposition des Pferdes. Also, das ruhige Stehen zwischen den einzelnen Ausführungen einer Übung.  Das hört sich jetzt sehr theoretisch an, ist es aber nicht. Am besten schaut Ihr selbst…

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