Behandlungstraining: Augenuntersuchung

Zur Vorbereitung auf Tierarzt, Schmied & Co

Viele Pferde haben Probleme mit dem Tierarzt oder auch mit dem Hufschmied. Auch meine Ponys sind da keine Ausnahme. So mussten wir Atli im letzten Jahr sedieren, weil für eine Sehnendiagnostik, das Bein rasiert werden musste und der Tierarzt fürchtete der zappelnde Derwisch würde ihm auf den Kopf springen. Deshalb hatte ich mir in diesem Jahr vorgenommen, mit meinen Pferden mehr Medical Training zumachen. Da kommt diese DVD von Viviane Theby und Nina Steigerwald natürlich genau richtig. 

Die Inhaltsangabe der DVD liest sich für viele Pferdemenschen
wie das „Who is Who“ des Schreckens:

  • Zahnkontrolle / raspeln
  • Spritzen üben
  • Fohlen chippen
  • Orale Medikamenteneingabe
  • Augen- und Ohrbehandlung
  • Verbände anlegen
  • Hufe baden
  • Hufbearbeitung
  • Röntgensimulation

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Clickerpony

Ich gebe es zu: Bisher bin ich in meinem 40jährigem Zusammenleben mit Pferden ohne Ohr-Target ausgekommen. Da stellt sich die Frage: Warum übe ich das jetzt? Und was hat das mit Medical Training zu tun ? Haben Sie einmal versucht die Ohren eines Pferdes zu verarzten? Dies kann sehr einfach sein, wenn das Pferd die Berührungen am Ohr geniesst und kratzen auch in den Ohren als Highlight des Tages empfindet. Es kann aber auch an die Vorhölle erinnern. So war ich auch schon dabei, als ein Pferd immer mit der Nasenbremse fixiert werden musste, damit ein verletztes Ohr medikamentös versorgt werden konnte.

Ich musste bisher, erst einmal Salbe an ein Pferdeohr bringen und das war bei meinem Pony Fylkir und der gehörte Gottseidank zur Geniesser-Fraktion. Diese Exemplare sind aber bei der Ohr-Target2Gattung Pferd  ausgesprochen selten. Die meisten sind so wie Atli: Sie  dulden die Berührung,   beginnen aber schnell zu zappeln oder den Kopf zu schütteln, wenn es irgendwie ernst wird, bzw. sie sich wie kleine Schweinchen bis über die Ohren paniert haben und man meint man könnte eine Drahtbürste gut gebrauchen 😃.
Auch die Vorstellung ich müsste einmal, wie bei Fylkir Salbe ins Ohr einbringen und dort auch noch einmassieren, ist doch ein sehr sportliche Idee. An eine größere Verletzung möchte ich gar nicht denken.

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Marlitt Wendt hat mal wieder zu meinem Lieblingsthema „Kopfscheue Pferde einen wunderbaren Artikel geschrieben. Wie Ihr ja vielleicht wisst, schlägt sich auch Atli mit diesem Problem herum.  Unter Anfassen verboten habe ich da mal unsere Erfahrung ein bisschen zusammen gefasst.

Zwar steckt Atli einem immer seine kleine Ponynase entgegen und lässt sich problemlos anfassen, aufhalftern,  etc. aber es ist immer ein kleines Unbehagen ein Ausweichen spürbar. Beobachtet mal eure Pferde genau, wie reagieren Sie, wenn ihr in das Halfter fasst oder sie am Kopf berühren oder bürsten wollt. Erst gestern ist mir wieder aufgefallen, wie sehr man sich auch an das Zurückzucken seines Pferdes gewöhnt. Dies ist nämlich immer Atli´s erste Reaktion, bis er sich wieder an seine Erziehung oder vielleicht auch an seine guten Erfahrungen erinnert…

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